Politik 03 Okt 2007
Wir müssen kämpfen!
Der Tag der Deutschen Einheit, an dem zumindest ein Teil der Unrechtsordnung von 1945 aufgehoben wurde, wird auch in diesem Jahr als freier Tag genossen werden. Mit dem Film »Die Frau vom Checkpoint Charlie« ist für einen Augenblick sogar so etwas wie ein Stück Erinnerungskultur in Deutschland eingekehrt. Diese Grenze, unter der wir hier im Westen, besonders in Niedersachsen gelitten haben, war vor 1989 für die Systemparteien kein Thema mehr. Außer der NPD hatten alle Parteien die Einheit längst abgeschrieben. Daran sollte in diesen Tagen erinnert werden.
Wenn in einigen Jahren bürgerkriegsähnliche Zustände wie in Frankreich auf uns zukommen sollten, und alle vermutlich der Meinung sein werden, daß wir ein Einwanderungsproblem haben, dann wird man auch hier wohl wieder vergessen haben, daß die NPD bereits in jenen Jahren zu einem Umsteuern aufgerufen hatte, als dies noch möglich war. In dieser Situation befinden wir uns heute.
Im Falle der deutschen Teilung war es dem größten Teil der Westbevölkerung egal, was sich da hinter Mauer und Stacheldraht abgespielt hatte. Wenn die NPD warnte und mahnte, legte man wie heute die Nazi-Platte auf. Heute wundert sich die Schauspielerin Veronika Verres, warum sie von den Zuständen nichts gewußt hatte, die in der DDR herrschten.
Statt sich aber darüber moralisch im Nachhinein zu entrüsten, möchte man hoffen, diese Leute schauen heute in deutsche Großstädte, in denen man als Deutscher die Straße zu wechseln hat, wenn eine Ausländerbande entgegenkommt. Man hofft, der Blick richtet sich in deutsche Gefängnisse, in denen die Nichtdeutschen dominieren. Man hofft, die Verantwortlichen schauten in die Schulen, in denen deutsche Jugendliche zum Teil auf Grund von Gewalt und Sprachproblemen kaum noch etwas lernen können.
Und vor allem hoffe ich, daß nationale Aktivisten in diesem Wahlkampf alles daran setzen werden, mit möglichst pfiffigen Aktionen darauf aufmerksam zu machen, daß die NPD hier in Niedersachsen als nationale Opposition im Landtag bereit steht. Wir haben die Aufgabe, den Deutschen zu sagen, daß Opposition möglich ist.
Das muß unsere Botschaft vom 3. Oktober sein.
Andreas Molau
