Der Kreistag in Lübben hat eine Einschulungsbeihilfe aus dem „Zuckertütenfond“ beschlossen. Diese Beihilfe beinhaltet eine einmalige Unterstützung in Höhe von 80€ für Bedürftige, welche Ihre Kinder im Jahr 2007 einschulen.
Die Pressemitteilung, des Landkreises Dahme- Spreewald, zum Thema „Zuckertütenfond“ können Sie hier lesen.

Wir, die Nationaldemokraten Königs Wusterhausen, begrüßen diesen „ersten Schritt“ für eine gute Schulbildung aller Kinder. Aber es darf nicht der letzte Schritt sein, denn diese 80€, die der Landkreis an „Bedürftige“ auszahlen möchte reichen noch lange nicht aus. Denn nur so haben alle unsere Kinder eine reale Chance auf eine optimale Schulbildung, eine Möglichkeit Ihre Zukunft selbst zu gestalten ohne schon im Kindesalter in den sozialen „Abgrund“ zu rutschen, insbesondere Kinder von ALG II Empfängern.

Hier ein kleines Beispiel an Hand einer Alleinerziehenden Mutter im Umland von Königs Wusterhausen:

Sie bekommt:

345 € ALG II für sich
57 € ALG II für Ihr Kind (unter 14 Jahre)
150 € Kindergeld

552 € gesamt Einnahmen

Somit hat die Mutter für sich und Ihr Kind 552€ zur Verfügung, doch da es in Ihrer Gemeinde keinen freien Wohnraum gibt welcher dem Mietspiegel der Arge gerecht wird zahlt sie gleich einmal 50 bis 100 € zur Miete dazu.
Doch das „Wegschmelzen“ des Geldes geht weiter, es müssen Strom, Telefon und Versicherungen bezahlt werden, und trotz aller Sparsamkeit sind dies nochmals ca. 100€ im Monat womit nicht einmal mehr 400€ bleiben um die „ganz normalen“ Kosten zu tragen.
Nehmen wir als Beispiel das Schulessen mit ca. 40€ monatlich, ja Sie lesen richtig das Essen für die Kleinen kostet mittlerweile 1,85€ pro Portion, die Hortbetreuung für 1 bis 2 Stunden nach der Schule schlägt nochmals mit mind. 20€ zu Buche,
Jetzt werden viele sagen, das Kind muss ja nicht in den Hort gehen, was aber wenn es dieses gerne möchte um wenigstens noch 1 bis 2 Stunden mit seinen Klassenkammeraden zu spielen? Denn deren Eltern sind vielleicht den ganzen Tag arbeiten und die Kinder kommen erst gegen 18 Uhr nach Hause, nach dem Abendbrot folgt das Waschen und dann ab ins Bett.
Das viele Eltern für einen Minimallohn bis in die Abendstunden arbeiten gehen ist heutzutage bei weitem keine Seltenheit mehr.
Von den ca. 340€ die der Mutter für sich und ihr Kind noch bleiben werden Kleidung, evtl. eine Fahrkarte (damit das Kind überhaupt zur Schule kommt), sowie Schulmaterialien und natürlich Lebensmittel gekauft.
Neben Grundnahrungsmitteln sollte man eine gesunde ausgeglichene Ernährung nicht vergessen. Wobei die Mutter schon an sich spart, aber selbst fürs Kind ist an frisches Obst und Gemüse kaum mehr zu denken, da wird das tägliche Obst zur Seltenheit.
Und natürlich was jeder der ein schulpflichtiges Kind hat kennt,
Ausflüge und Wandertage die unseren Kindern ihre Heimat näher bringen sollen, helfen sollen das Verständnis für Natur und Umgebung zu fördern, auch diese Tage kosten Geld und das nicht wenig. Kosten für Klassenfahrten können bei der Arge beantragt werden aber auch hier bestimmt das Kind mit dem wenigsten Geld das Ziel was bei vielen Klassenkammeraden nicht immer für Beifall sorgt.
Wenn Sie selbst einmal rechnen, was schätzen Sie was von diesem Geld im Monat noch übrig bleibt, denn nun kommt das Beste.
Die Mutter soll laut SGB II „Rücklagen“ bilden, für den Fall das einmal die Waschmaschine oder der Kühlschrank defekt ist oder die Wohnung gemalert werden muss.

Deshalb fordern wir, die Nationaldemokraten, den Landkreis Dahme Spreewald dazu auf, sich endlich für ein kostenloses Schulessen und eine kostenlose Hortbetreuung für die Kinder unseres Landes einzusetzen.

Es ist kein Wunder, dass immer weniger Kinder geboren werden, wenn sich kein „Normalbürger“ mehr Kinder leisten kann.
Denken Sie daran, die Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Ohne Kinder gibt es für dieses Land keine Zukunft!