Wer kennt sie nicht, die flachgeistigen inhaltsleeren Worthülsen, das Lebenselexier der „Demokraten“.
„Tolerant und couragiert, wir sind dabei“ Für ein menschliches, weltoffenes, tolerantes und gewaltfreies Miteinander in Königs-Wusterhausen. Dies war einer der vielen Tagesordnungspunkte der Stadtverordnetenversammlung in Königs-Wusterhausen am 2.03.2009.

Mit großem Presserummel wurde diese Initiative angekündigt, auch um dem neuen NPD-Stadtverordneten Michael Thalheim klarzumachen, daß man ihn zwar ertragen würde, aber er keinesfalls zu ihnen gehöre, so verkündet von Bürgermeister Ludwig. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und erschienen zahlreich zu dieser bunten Zirkusveranstaltung.

Der Abend begann recht schleppend mit allerlei Tagesordnungspunkten welche vorher schon in den Ausschüssen vorbereitet wurden. Angesichts des zahlreich erschienenen Publikums sahen sich die Vertreter der Blockparteien dann doch veranlaßt ihre schauspielerischen Talente und Redegewandheit zum Besten zu geben, schließlich ist 2009 ja Wahljahr.

In der Bürgerfragestunde, die zu Beginn jeder Stadtverordnetensitzung stattfindet, musste Bürgermeister Ludwig einige kritische Fragen von den KW-er Bürgern beantworten. Die meisten Fragen beantwortete der Bürgermeister mehr als dürftig und ausweichend. Nur eine Frage, einer Lehrerin eines KW-er Gymnasiums das im Jahr 2010 den „Holocaust -  Gedenktag“ ausrichtet, beantwortete Bürgermeister Ludwig ausreichend. Sie wollte wissen, ob im Haushalt 2009 für das Ausrichten des „Gedenktages“ Geld eingestellt wurde. Der Bürgermeister antwortete: Im Haushalt ist kein Betrag für das ausrichten eingeplant, aber wenn welches benötigt würde, könne man dieses aus der Jugendförderung nehmen.

Als danach der Kreisvorsitzenden der NPD – Dahmeland, Sven Haverlandt, die Verwaltung fragte:
„Wenn Sie schon Gelder aus der Jugendförderung - für einen Tag den einige wenige gerne Feiern - zweckentfremden, würde mich interessieren, welche „Antifaschistischen“, „Antirassistischen“, „Antinationalistischen“ oder „Demokratie fördernden“ Projekte die Stadt Königs Wusterhausen, mit welchen Beträgen noch fördert.“
Diese Frage beantwortete der Bürgermeister erwartungsgemäß ausweichend. Auf eine energische Nachfrage hin, gab Bürgermeister Ludwig zwar zu, daß die Stadt solche Projekte fördert, aber welche Projekte und Summen blieb er schuldig. Bei dieser Frage zeigte die „Demokraten“ das erste Mal der Öffentlichkeit, was sie unter Demokratie verstehen.

Die nun folgende Komödie schien selbst dem normalen Publikum ziemlich auf die Nerven zu gehen, und zahlreiche Unmutsbekundungen wurden geäußert. Wir hingegen verfolgten das dargebotene Schauspiel mit größtem Vergnügen, angesichts der dargebotenen Selbstdemontage der Blockflöten. Die Moderation des Abends übernahm stellvertretend Frau Uhlworm, welche mit dieser Aufgabe offensichtlich stark überfordert war und dem Spektakel die Krone aufsetzte. Ein anwesender Zuhörer bemerkte „da sind wir ja selbst im Anglerverein besser vorbereitet auf unsere Sitzungen“.

Nach der Pause kam dann endlich der groß angekündigte Tagesordnungspunkt zum Thema Toleranz und Courage. Wir erwarteten natürlich das nun die „Demokraten“ zu Hochform auflaufen würden, flammende Reden und Appelle äußern und dem Rechtsextremismus unbarmherzig den Krieg erklären würden. Natürlich war Michael Thalheim darauf vorbereitet und hatte sich eine gute Gegenrede zurechtgelegt in Erwartung der großen ideologischen Auseinandersetzung. Dann geschah das Unfassbare. M. Thalheim meldete sich um seinen Redebeitrag zu halten und wurde schlichtweg daran gehindert sich zu äußern indem man ihm nicht das Wort erteilte. Einem demokratisch legitimierten Abgeordneten wurde das elementarste Recht verweigert das er besitzt, das Rederecht.

Wieder einmal haben die sogenannten „Demokraten“ sich selbst die Maske vom Gesicht gerissen und sich als das präsentiert was sie sind, feige, heuchlerische Opportunisten. Aber das beste kam danach, sie hielten es nicht einmal für nötig zum Thema selbst Reden zu halten. In nicht einmal 11 Sekunden, vom Aufrufen bis zur Abstimmung, winkten Sie diesen Antrag durch. Das war selbst für uns überraschend. Am Ende stimmten alle Abgeordneten der KWer – Blockparteien für diesen Antrag, einzig M. Thalheim stimmte dagegen. Ihre ach so hoch gelobten Ideale waren ihnen nicht ein einziges Wort wert.

Ein eindeutiges Zeichen, daß ihnen dieses aufgezwungene und elend langweilige Toleranzgesülze mittlerweile selbst auf die Nerven geht oder sie waren wegen unserer Anwesenheit einfach zu feige. Da waren wir echt platt, eine derartig klare ideologische Kapitulationserklärung hätten wir nicht erwartet. Sie haben genau das Gegenteil von dem zur Schau gestellt was Sie selbst tagtäglich propagieren. Intolerant und feige, so sind sie, die erbärmlichen Kostgänger und Sprechpuppen dieses maroden Systems.

Eichwalde, der 04.03.2009

Frank Knuffke

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Rede zum Antrag:

“Tolerant und couragiert - Wir sind dabei“ „Für ein menschliches , weltoffenes Tolerantes und gewaltfreies Miteinander in Königs-Wusterhausen“

Meine Damen und Herren

Toleranz ist ein lateinischer Begriff und steht für erdulden und erleiden.
Couragiert bedeutet mutig.   Ihre Beschlußvorlage zielt also darauf ab, daß die Bürger von Königs-Wusterhausen etwas erdulden müssen und das auch noch mutig.

Dieser Antrag, meine Damen und Herren ist per se eine geistig-kulturelle Zumutung für den gesunden Menschenverstand. Sie haben auch im Vorfeld keinerlei Zweifel daran gelassen, gegen wen dieser Beschluß sich richtet.        Dies ist nichts weiter als billige Polemik, da Sie ansonsten den immer drängender werdenden Problemen unserer Stadt hilflos gegenüberstehen. Arbeitslosigkeit, Armut, Perspektivlosigkeit, all diese Probleme sind Sie nicht im Stande zu lösen und davon wollen Sie mit ihrem primitiven, zu nichts taugenden Antrag ablenken.

Wo soziale Not herrscht werden Probleme immer öfter mit Gewalt ausgetragen, wenn Sie also für ein gewaltfreies Miteinander eintreten wollen, dann bekämpfen Sie doch die soziale Misere.
Dazu wäre es aber erforderlich dem außer Kontrolle geratenen Kapitalismus und dem kriminellen Bankensystem den Kampf anzusagen.

Dazu meine Damen und Herren sind Sie aber zu feige, dazu ist tatsächlich die von ihnen so viel beschworene Courage nötig.
Statt dessen versuchen Sie ihre eigene Hilflosigkeit an einem einzelnen Stadtverordneten abzuarbeiten. Ich denke die Bürger von Königs-Wusterhausen werden Ihnen diesen billigen Trick nicht abkaufen.

Zum Thema „Weltoffenheit“ möchte ich ihnen mit einem Zitat von Goethe antworten, welches folgendermaßen lautet: „Für eine Nation ist nur das gut, was aus ihrem eigenen Kern und ihrem eigenen allgemeinen Bedürfnis hervorgeht, ohne Nachäffung einer anderen. Alle Versuche, irgendeine ausländische Neuerung einzuführen, wozu das Bedürfnis nicht im tiefen Kern der eigenen Nation wurzelt, sind daher töricht“.

Sie meine Damen und Herren, ebnen mit ihrer billigen Rhetorik einem global agierenden und entmenschlichten Raubtierkapitalismus den Weg in dem Sie versuchen den Bürgern die Schuld an den aufkommenden Auseinandersetzungen zuzuschieben.
Sie erklären eines der am dichtbesiedelsten Länder Europas zum Einwanderungsland und wundern sich dann, wenn die Menschen Angst um ihre Arbeitsplätze bekommen, angesichts der ins Land strömenden Menschenmassen.
Sie sind es, die dadurch einen neuen Rassismus herauf beschwören. Sie hetzen die Menschen in einen gnadenlosen Konkurrenzkampf gegeneinander unter dem uralten Machtprinzip „Teile und Herrsche!“

Wir hingegen treten für ein friedliches Miteinander der Völker ein, für den Erhalt der in jahrhunderten gewachsenen Kulturen. Sie hingegen wollen einen „Weltbürger“ schaffen, einen Kultur und geistlosen Menschenbrei, welcher nicht mehr imstande ist sich gegen soziale Not und Entrechtung zur Wehr zu setzen, welcher als billiger Arbeitsnomade heimatlos sein Dasein fristet.

Meine Damen und Herren, für ein solches Vorhaben können Sie nicht mit meiner Stimme rechnen, im Gegenteil, wir sind angetreten um die Kultur, den Zusammenhalt und das Wohlergehen des deutschen Volkes zu erhalten und dafür sind wir bereit jegliche Verunglimpfung, Verfolgung und Erniedrigung auf uns zu nehmen. Von den Feinden des deutschen Volkes beschimpft zu werden ist für uns Bestätigung, das wir auf dem richten Weg sind und davon werden wir keinen Zentimeter abweichen.